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Erna Fitzner, 1922 geboren, schrieb seit ihrer Jugend Gedichte. „Die Lyrik – das ist kein Flirt, sondern eine große Liebe“ notierte sie in einem Brief. Mehrere Veröffentlichungsversuche scheiterten, ihre Produktivität schmälerte dies aber nicht. Ende der 1960er Jahre erwarb sie das Haus Am Hirschsprung 9 in Berlin-Dahlem. Ihren Beruf – sie war Oberstudienrätin und unterrichtete Deutsch, Geschichte und Erdkunde - gab sie wenig später auf und widmete sich in den folgenden Jahren ganz ihren Gedichten und der Einrichtung eines Salons im Erdgeschoss ihres Hauses, den sie mit Liebe zum Detail gestaltete. Sie sammelte exotische Gegenstände, kaufte rote Samtsessel, Seidenteppiche und Kronleuchter und dekorierte den Raum mit üppigen Blumenbouquets – täuschend echt wirken die Kunstblumenarrangements, die sie zusammenstellte. Zwei große nachgebildete Leoparden setzte sie vor ihr Bücherregal, sie bevölkerte den Salon mit einer Herde hölzerner Elefanten und aus Onyx geschnitzten Papageien. Erna Fitzner hätte viele Gäste in ihrem Salon empfangen und ihnen ihre Gedichte vortragen können. Der Salon blieb jedoch zu ihren Lebzeiten verschlossen, nur ihren engsten Vertrauten - an einer Hand abzählbar - gewährte sie Zutritt.
2005 starb Erna Fitzner. Sie vermachte den Salon und ihre Gedichte ihrer langjährigen Nachbarin Elke Rosin, die den Salon zum Leben erweckte. Seit 2006 lädt Elke Rosin zu privaten Salonabenden in den Dahlemer Literatur- und Kunstsalon. Die Räume Erna Fitzners hat sie im Originalzustand belassen, wodurch eine ganz besondere Atmosphäre entsteht, in der Lesungen renommierter Schriftsteller, wissenschaftliche Vorträge und Konzerte unterschiedlichster musikalischer Stilrichtungen stattfinden.
2016 feiert der Salon sein 10jähriges Bestehen, mehr als 80 Lesungen, Konzerte und Vorträge fanden bereits in den ehemaligen Räumen von Erna Fitzner statt.
agentur artischocke unterstützt Elke Rosin bei der Konzeption und Organisation der monatlichen Salonabende!
www.ernafitzner.de