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"Ach dir gefalln ne Beene nich..." mit diesem Titel von Kurt Tucholsky begeben sich der Posaunist Conny Bauer und die Schauspielerin Walfriede Schmitt am 1.2.2018 um 20h in der Berliner WABE in der Danziger Straße 101 auf eine literarisch-musikalische Spurensuche.

Kurt Tucholsky (1890 - 1935) war Berliner und verbrachte viele Jahre in seiner Heimatstadt. Er kannte das Berlin der 1920er und beschrieb es wie kein anderer - mal sentimental, mal sarkastisch, mit Esprit, der nötigen Prise Humor und oft mit unverkennbarer "Berliner Schnauze". Seine feinen Beobachtungen der Gesellschaft treffen stets ins Schwarze. Ebenso seine politischen Analysen. Und wüssten wir nicht, dass der Autor der messerscharfen Formulierungen eine der prägendsten Stimmen der Weimarer Republik war, könnte man meinen, er nähme die Gegenwart unter die Lupe.

Walfriede Schmitt und Conny Bauer sind ein eingespieltes Team, wenn es darum geht, das Publikum zu fesseln - ihm Schauer über den Rücken zu jagen, die Lachfalten zu trainieren, die Seele zu berühren und den Geist anzuregen.

Walfriede Schmitt hat Texte Tucholskys ausgewählt, die seine Biografie nachzeichnen und seinen unverwechselbaren Ton widerspiegeln. Sie rezitiert aus literarischen Texten, Briefen und Artikeln dieses viel zu früh verstorbenen Autors. Conny Bauer begleitet die Lesung mit Solo-Improvisationen. Er untermalt, setzt Ausrufezeichen, seufzt und jubiliert auf seinem Instrument.