Die Diseuse und Schauspielerin Alix Dudel, deren Markenzeichen eine herrlich tiefe und klangvolle Stimme ist, hat sich und ihre Sprech- und Gestaltungskunst in den Dienst einer zeitlosen, volksnahen und empfindsamen Dichterin gestellt: Mascha Kaléko.

Als Kind jüdischer Eltern wurde sie 1907 in Galizien geboren, im Alter von sieben Jahren emigrierte die Familie nach Deutschland, wo Mascha Kaléko von 1918 bis 1938 in Berlin lebte. Hier entstanden viele ihrer wunderbaren heiter-melancholischen Gedichte, die 1933 erstmals im Rowohlt Verlag unter dem Titel „Das lyrische Stenogrammheft“ erschienen. Hier traf sie ihre erste große Liebe, Saul Kaléko, und einige Jahre später ihre zweite große Liebe, Chemjo Vinaver. Und hier kam ihr Sohn Evjatar (Steven) zur Welt. Die Emigration nach Amerika und die damit verbundenen Schwierigkeiten schwingen immer wieder zwischen und in ihren Zeilen. Doch ihre faszinierende Beobachtungsgabe und die Klarheit ihrer Sprache blieben bis zu ihrem Tod 1975 in Zürich ungebrochen.

Alix Dudel spricht und singt eine Auswahl von Texten Kalékos, begleitet wird sie vom Gitarristen Sebastian Albert, der durch seine einfühlsame Spielweise diese Lyrik erfahrbar macht. Albert spielt Vertonungen von Herbert Baumann und eigene Improvisationen.

Das perfekt aufeinander abgestimmte Duo ist bereits in zahlreichen deutschen Städten aufgetreten und stets werden die besondere Atmosphäre, das telepathische Zusammenspiel der Protagonisten und ihre Präsenz auf der Bühne hervorgehoben.

Mit ihrer wunderbar wandelbaren Sing- und Sprechstimme, jeder Menge warmherziger Einfühlungsgabe und großartiger Bühnenpräsenz vermittelte Alix Dudel den Reiz dieser Lyrik, die zugleich charmant und humorvoll, schnodderig und melancholisch daherkommt und einen Eindruck vom Berliner Lebensgefühl zwischen den Weltkriegen vermittelt. Die ‚aufgeräumte Melancholie‘ und die ‚wohllautend-mokante Stimme‘ der Kaléko, von der Thomas Mann einmal gesprochen hat, wurden in jedem Moment dieses mitnichten schwermütigen Abends rund um die großen Menschheitsthemen von Leben, Liebe und Leid deutlich. Mitreißend fing Alix Dudel die Stimmung der Verse ein, zeigte sich nachdenklich und munter, lebensfroh-sprühend, gefühlvoll und ironisch oder kindlich verspielt wie in den heiteren Versen vom Kakadu. Einfühlsam und zart, voller Schwung und Temperament traf als Gitarrist an ihrer Seite auch Sebastian Albert immer den richtigen Ton. Dabei drängte sich sein Spiel zu keiner Zeit in den Vordergrund. Vielmehr webten seine Improvisationen und die von Herbert Baumann zu einzelnen Kaléko-Gedichten komponierten Melodien einen magischen Klangteppich, der die Verse trug und das Unausgesprochene, nur zwischen den Zeilen Stehende erfahrbar machte. Der 1975 in Zürich verstorbenen Dichterin Mascha Kaléko machte dieser wohlkomponierte Abend alle Ehre.“ (Oelker, Leine-Deister-Zeitung, 28.9.2016)

„Sozusagen grundlos vergnügt“ von Alix Dudel und Sebastian Albert wurde im kleinen Sendesaal des NDR in Hannover aufgenommen und erschien 2011 bei duophon-records, Berlin, auf CD.

Alix Dudel und Sebastian Albert sind mit ihrem Kaléko-Programm auch im November live zu erleben!

Die nächsten Termine:

17.11.2016 um 20h in der Orgelfabrik in Karlsruhe-Durlach

18.11.2016 um 20.30h in der Buchhandlung Ypsilon in Frankfurt/Main

agentur artischocke hat ab dem 15.11.2016 eine neue Berliner Büroadresse und ist Untermieterin beim Berliner Literarische Aktion e.V. im Hinterhaus (linker Aufgang) der Kastanienallee 2, 10435 Berlin!

Das Stück "Stunde der Komödianten" mit Conny Bauer live an der Posaune steht auch in der kommenden Spielzeit des neuen theaters in Halle auf dem Spielplan! Die nächste Aufführung findet am Sonntag, 6.11.2016 um 19.30h, statt!

Am Freitag, 21.10.2016, tritt Conny Bauer mit seinem Solo "Der gelbe Klang" in der Tonne im Kurländer Palais, Tzschirnerplatz 3-5, in Dresden auf! Das Konzert beginnt um 20h, Einlass ist um 19h.

© Peter Edelmann

Die Diseuse, Schauspielerin und Sängerin Alix Dudel und der Gitarrist Sebastian Albert treten gemeinsam mit literarisch-musikalischen Programmen zu Mascha Kaléko ("Sozusagen grundlos vergnügt") und Bertolt Brecht ("Die neuen Zeitalter - ein Bertolt-Brecht-Abend mit Gitarre") auf. Ab Oktober 2016 werden sie beim Booking ihrer Auftritte von agentur artischocke unterstützt!

Die kommenden Termine von Alix Dudel und Sebastian Albert:

28.10. Einbeck, Literaturhaus - "Die neuen Zeitalter - Ein Bertolt-Brecht-Abend mit Gitarre"

29.10. Celle, Kunst und Bühne - "Die neuen Zeitalter - Ein Bertolt-Brecht-Abend mit Gitarre"

30.10. Hamburg, St-Pauli-Kirche - Mascha Kaléko "Sozusagen grundlos vergnügt"

Am Freitag, 23.9.2016, spielt Conny Bauer erstmals im Trio mit dem Bassisten Alexander Frangenheim und dem Schlagzeuger Christian Lillinger. Das Trio spielt ab 20.30h im Sowieso, Weisestraße 24, 12049 Berlin-Neukölln.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok