Im März 2017 sind Alix Dudel und der Gitarrist Sebastian Albert  mit ihrem literarisch-musikalischen Programm "Sozusagen grundlos vergnügt - Lyrik und Lieder von Mascha Kaléko" unterwegs:

10.3.2017 im Glashaus Holle, Gemeinde Derneburg

12.3.2017 im Theater am Rand, Zollbrücke, Oderaue

18.3.2017 Kulturgut Winkhausen

19.3.2017 bei Literatouren in Oberursel

22.3.2017 im MoosGarten KulturCafé in Berlin-Lichterfelde

und am 25.3.2017 mit dem Brecht-Programm "Die neuen Zeitalter" im Tertianum in Berlin-Charlottenburg

Foto: Ricardo Cortez

Am Samstag, 18.3.2017, spielt Conny Bauer um 17h zur Vernissage der Ausstellung "Clemens Gröszer. Malerei, Grafik, Zeichnung und Skulptur" im Kunstverein Wiligrad e.V.

Am Freitag, 24.2.2017, spielen Conny Bauer, der Saxophonist Warnfried Altmann, der Schlagzeuger Klaus Kugel (dr) und der Bassist Christian Ramond um 20h im Sowieso in Berlin-Neukölln. Ein weiteres Konzert in dieser Besetzung findet am Samstag, 25.2.2017, im Wangeliner Garten, Nachtkoppelweg, 19395 Ganzlin OT Wangelin, Mecklenburg, statt!

Über das Konzert in Wangelin berichtete die Schweriner Volkszeitung unter der Überschrift: "Harmonie, Ekstase und Widerspruch"

Am Sonntag, 19.2.2017 um 19.30h, wird das Stück "Stunde der Komödianten" wieder im neuen theater in Halle aufgeführt!

Zehn blutjunge Schauspieler treffen sich, um "Frühlings Erwachen" aufzuführen. Vor 35 Jahren waren sie "ein Studienjahr", jung, verliebt, voller Träume und Ideen. Sie wollten die Welt verändern. Das "System", in dem sie aufwuchsen, gibt es nicht mehr. Sie sind in einer neuen Welt angekommen. Sie alle sind in Arbeit, teils feste Ensemble-Mitglieder, teils Fernsehstars. Sie spielen ihre Rollen. Aber wie sieht nun ihr Resümee aus? Was ist aus den Jugendträumen geworden? Wie haben sie sich verändert und hat die Welt sie selbst verändert? Wie gehen sie damit um und wie begegnen sie einander heute? "Stunde der Komödianten" ist eine Art Klassentreffen, ein Experiment und mit jeder Aufführung ein Abenteuer, denn die Schauspieler spielen sich selbst anstatt in die Rolle eines anderen Charakters zu schlüpfen. Diese faszinierende Inszenierung ist nicht nur eine Reise durch berührende Biografien, sie stellt auch elementare Fragen der Gegenwart. Conny Bauer begleitet die "Komödianten" mit seinen einmaligen Posaunen-Improvisationen!

Am Samstag, 11.2.2017, spielt Conny Bauer um 20h den "gelben Klang" und neue Solo-Improvisationen in der Christuskirche in Berlin-Oberschöneweide, Firlstr. 16, 12459 Berlin. Das Konzert wird vom jazzkeller69 e.V. veranstaltet.

"'Verblüffende Blastechniken, wie mehrstimmige Multiphonics, die Bauer für seine Klangexperimente nutzt, ohne dadurch auf unverkennbar narrative Linien zu verzichten', hörte die Jury des SWR-Jazzpreises, den er 2004 verliehen bekam. Joachim-Ernst Berendt postulierte in seinem Standart-Jazzbuch: 'Bauer spielt wohl die flüssigste Free Jazz-Posaune.' Für die Elemente dieser imponierend aktionsreichen Ideenflüge hat der Chicagoer Publizist John Corbett die Vokabel 'Conradismen' erfunden. Er umschrieb damit 'Dinge, die sonst niemand macht'. Zirkularatmung, Überblastechniken, Mehrstimmigkeit, resultierend aus zwei Stimmen, geblasen und gesungen, die in einer Weise Obertöne verstärken, dass es die Posaune wie vier- oder mehrstimmig klingen lässt, Geräuscherzeugung und -einbeziehung, perkussives Lippenflattern und manches mehr zählen zu Bauers Parforce-Touren, bei denen er alles wie beiläufig nutzt, um seine Geschichten zu erzählen.

Conny Bauer ist auch ein Melodiker. Bloß nicht hermetisch werden im komplizierten Areal der freien Improvisation, neben dem Intellekt die Seele nicht vergessen und neben dem Ernst nicht den Humor. Aus der Tiefe des Raums kommen und plausibel einen Story-Fluss entwickeln, rote Fäden auslegen, ihnen folgen und sie umspielen, laut und leise sein, dynamisch und schwelgerisch, Filigranes und Flächiges zur Synthese bringen und bloß keinen Gedanken tot reiten. So bereist er immer noch die Welt wie damals, als der freie Jazz in einem viel zu engen Land improvisierte Biotope der Fantasie wachsen ließ und Fenster zur Welt öffnete..." Ulrich Steinmetzger, 2008, zur CD "Der gelbe Klang"

Bertolt Brecht war ein Genie. Seine Gnadenlosigkeit, seine Klarheit, seine Unverfrorenheit, sein Anspruch, seine Wortwahl, seine Treffsicherheit. Mehr denn je scheint es notwendig, die Aktualität dieses großen Klassikers zu begreifen und neu zu entdecken. Auf der Suche nach Wahrheit und Werten, nach wirklichen Worten, die das Zeitgeschehen und uns in größeren Zusammenhängen sichtbar werden lassen, ist Bertolt Brecht ein unentbehrlicher Wegweiser.

Er gestattet uns, in seiner Lyrik Schönheit und Einzigartigkeit zu entdecken und hieraus Kraft zu schöpfen für den Kampf gegen Ignoranz und Oberflächlichkeit. Er hatte schon lange verstanden, was wir immer wieder neu lernen müssen: nicht zufrieden zu sein mit dem Erreichten, nicht müde zu werden im Angesicht neuer Herausforderungen und Verantwortung zu übernehmen, für uns, für unsere Nachbarn und unsere Welt. Neben den großen und immer wieder auf das wunderbarste  oder entsetzlichste dargebotenen Liedern aus der Dreigroschenoper, neben den großartigen Theaterstücken gibt es einen so reichen Fundus an Gedichten und wohlgeformten Worten, dass schon das Sichten eine nicht zu bewältigende Aufgabe ist.

Alix Dudel trägt mit unverwechselbarem Timbre Lieder von Hanns Eisler, Paul Dessau und Kurt Weill vor. Sebastian Albert hat diese Lieder für klassische Gitarre eingerichtet und spielt außerdem Stücke von Villa-Lobos und Castelnuovo-Tedesco. Daraus ist eine Collage aus Worten, Liedern und Klängen entstanden, die berührt und fasziniert.

„Die neuen Zeitalter – Lieder und Lyrik von Bertolt Brecht“ haben Alix Dudel und Sebastian Albert im kleinen Sendesaal des NDR in Hannover aufgenommen. Die CD erschien 2013 bei duophon-records, Berlin.

„Dudel strahlt das Flair alter Kabarette und Varietés aus. Gesanglich verrucht bis rauchig lässt ihre tiefe Alt-Stimmlage oft an Hildegard Knef oder gar an einen Jüngling denken. Ihr Sprechtimbre durchdringt das Gehör in der Art einer Evelyn Hamann, deren Namen man nicht zuletzt durch Dudels Talent zur darstellerischen Komik assoziiert.

Die Diseuse und ihr Gitarrist Sebastian Albert sind perfekt aufeinander abgestimmt. […] Dudel liebt die Intensität Brecht‘scher Welten, und der Gitarrist die Musik: Das passt zusammen. Dass es sich bei Albert um einen brillanten und einfühlsamen Musiker handelt, zeigt sich nicht nur an seinen solistischen Momenten: virtuos und minimalistisch zugleich. Flageoletts, reduzierte Läufe, der Hamburger setzt immer die richtigen Akzente.

Der Abend ist nicht nur themen- und temporeich, sondern besticht vor allem durch performative Komplexität: Mütter, die ihre Kinder an den Krieg verlieren, durstige Soldaten im Stacheldraht und das kriegsinvalide 'rechte' Schwein mit einem Bein. 'Das Lied vom Weib des Soldaten' in der Version von Hanns Eisler berichtet vom Witwenschleier, der aus Russland die Heimat erreicht. Der 'Kirschdieb' mit geflickter Hose und die 'Gardinenpredigt' fordern: 'Küss doch mal wieder mit der Zung.'“ (Patricia Hempel, Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 6.6.2014)

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok